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GmbH-Geschäftsführer - Lohnnebenkosten weiter fällig

Ein Geschäftsführer einer GmbH ist zur Bezahlung von Lohnnebenkosten (Kommunalsteuer, Dienstgeberbeitrag und Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag) unter anderem dann verpflichtet, wenn er an der GmbH wesentlich (also zu mehr als 25 %) beteiligt ist und seine Beschäftigung folgende Merkmale eines (steuerlichen) Dienstverhältnisses aufweist:

 

  • Eingliederung in den geschäftlichen Organismus des Unternehmens/Arbeitgebers Die Eingliederung in den geschäftlichen „Organismus“ des Arbeitgebers ist gegeben, wenn der Steuerpflichtige auf Dauer einen Teil des rechtlichen oder wirtschaftlichen Organismus´ bildet und seine Tätigkeit im Interesse dieses Organismus´ ausüben muss. Die kontinuierliche und über einen längeren Zeitraum andauernde Erfüllung der Aufgaben der Geschäftsführung spricht für die Eingliederung. Liegt die Eingliederung vor, fallen für das Geschäftsführergehalt Lohnnebenkosten an.
  • Fehlen des Unternehmerwagnisses Ein Unternehmerwagnis liegt vor, wenn der Erfolg der Tätigkeit des Steuerpflichtigen weitgehend von der persönlichen Tätigkeit, vom Fleiß, von der persönlichen Geschicklichkeit sowie von den Zufälligkeiten des Wirtschaftslebens abhängt und der Steuerpflichtige für die mit seiner Tätigkeit verbundenen Aufwendungen selbst aufkommen muss.
  • Laufende (wenn auch nicht notwendig monatliche) Entlohnung Diese ist gegeben, wenn der Geschäftsführer ein fixes, erfolgsunabhängiges Geschäftsführergehalt erhält.

 

Anhand dieser drei Kriterien ist zu beurteilen, ob ein steuerliches Dienstverhältnis vorliegt. Oftmals wird versucht, die Verpflichtung zur Zahlung von Lohnnebenkosten durch einen Werkvertrag, auf Grund dessen die GmbH ihren Geschäftsführer beschäftigt, zu umgehen. Um dies zu erreichen, darf der Werkvertrag aber den oben aufgezeigten drei Kriterien nicht entsprechen.




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