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Zwangsausgleich - Wie geht das?

Das Zwangsausgleichsverfahren ist in das Konkursverfahren eingebettet. Da es auf den Schuldnachlass gerichtet ist, ist es eigentlich ein Sanierungsinstrument. Ein geglückter Zwangsausgleich kann nämlich neben der Entschuldung auch die Erhaltung eines Unternehmens ermöglichen. Außerdem ist die Befriedigungsquote für die Gläubiger meist höher als bei der Liquidation eines Unternehmens.

 

Masseverwalter prüft

 

Bevor ein Zwangsausgleich zustande kommt, muss der Masseverwalter prüfen, ob ein Zwangsausgleich dem gemeinsamen Interesse der Konkursgläubiger entspricht und ob dessen Erfüllung auch möglich ist. Bei einer positiven Beurteilung beschließt das Gericht die Fortführung des Unternehmens und räumt dem Gemeinschuldner eine Frist von höchstens. 14 Tagen zur Einbringung des Zwangsausgleichsantrages ein.

 

Eine Verwertung des Unternehmens droht, wenn der Zwangsausgleichsantrag nicht innerhalb von 90 Tagen angenommen wird, oder wenn er dem gemeinsamen Interesse der Konkursgläubiger nicht mehr entspricht oder die Voraussetzungen für die Fortführung nicht mehr vorliegen.

 

Befriedigung der Gläubiger

 

Im Falle einer Handelsgesellschaft kann der Ausgleich nur mit Zustimmung sämtlicher persönlich haftender Gesellschafter geschlossen werden. Im Antrag muss auch ein Finanzierungskonzept aufgestellt werden. Weiters muss eine Regelung über die Befriedigung der Gläubiger getroffen werden.

 

Der Schuldner bietet den Gläubigern an, innerhalb von 2 Jahren mindestens 20 % der Forderungen zu bezahlen. Bei natürlichen Personen kann diese Frist auf höchstens. 5 Jahre erhöht werden. Es müssen dann jedoch mindestens. 30 % der Forderungen bezahlt werden.

 

Der Zwangsausgleichsvorschlag ist dann angenommen, wenn die Mehrheit der stimmberechtigten Gläubiger dem Antrag zustimmt und die Summe der Forderungen der zustimmenden Konkursgläubiger wenigstens ¾ der Gesamtsumme der Forderungen beträgt.




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