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Kreditkosten vergleichen - aber wie?

Diese Kredite zu vergleichen ist aber nicht immer einfach. Verschiedene Zinssätze, Laufzeiten und Gebühren machen die Gegenüberstellung ziemlich kompliziert. Damit Kredite unterschiedlicher Bankinstitute miteinander verglichen werden können, sind die Banken daher verpflichtet, einen Effektivzinssatz auszuweisen. Der Effektivzinssatz unterscheidet sich nämlich vom Nominalzinssatz dadurch, dass bei seiner Berechnung auch diverse Gebühren gleich miteingerechnet werden. Der Effektivzinssatz ist daher ein gutes Instrument, um Kredite vergleichen zu können.

 

Mit welchen Kosten und Gebühren muss man bei der Aufnahme eines Kredites rechnen?

 

  • Rechtsgeschäftsgebühr: Unumgänglich ist die gesetzlich vorgeschriebene Rechtsgeschäftsgebühr. Diese Gebühr beträgt bei Abstattungskrediten 0,8 % des aufgenommenen Kreditvolumens, bei Kontokorrentkrediten sogar 1,5 %. Bemessungsgrundlage bei Kontokorrentkrediten ist der von der Bank eingeräumte Kreditrahmen. Die Rechtsgeschäftsgebühr wird bei Abschluss eines Kredites fällig und ist eine einmalige Gebühr. Von der Gebühr befreit sind etwa das Bauspardarlehen, bestimmte Kredite für eine Althaussanierung oder Kredite einer Wohnbauförderung. Die Rechtsgeschäftsgebühr wird bei der Berechnung des Nominalzinssatzes nicht berücksichtigt.
  • Bearbeitungsgebühr: Die von den Bankinstituten verrechneten Bearbeitungsgebühren bewegen sich zwischen 0 % bis zu 5 % der eingeräumten Kredithöhe. Die Höhe der verrechneten Bearbeitungsgebühr hängt zu einem erheblichen Teil von der Bonität und vom Verhandlungsgeschick des Kreditantragstellers ab. Bei schlechter Bonität des Antragstellers wird die Bearbeitungsgebühr höher sein, da die Banken diese als „Risikozuschlag“ betrachten. Einige Banken verrechnen neben der Bearbeitungsgebühr auch eine sogenannte „Ausfertigungsgebühr“. Diese wird in der Regel als Fixbetrag vereinbart. Sie müssen mit rund S 1.000,- pro Kreditvertrag rechnen. Bei kleineren Kreditvolumina wirkt sich diese Gebühr daher stärker auf den Effektivzinssatz aus als bei größeren.
  • Kapitalisierung: Unter Kapitalisierung versteht man die Verrechnung der aufgelaufenen Zinsen. Je öfter ein Institut diese Kapitalisierung vornimmt, umso stärker wirkt sich der Zinseszinseffekt aus und umso teurer wird der Kredit. Üblicherweise erfolgt die Kapitalisierung halb- bzw. vierteljährlich. Es gibt aber auch Institute, die eine monatliche (!) Kapitalisierung durchführen. Das bedeutet, dass Sie von den verrechneten Zinsen des Vormonates schon im darauffolgenden Monat wieder Zinsen bezahlen müssen (Zinseszinseffekt!).
  • Abschlussgebühr: Mit jeder vorgenommen Kapitalisierung wird auch eine sogenannte Abschlussgebühr in Rechnung gestellt. Diese bewegt sich zwischen S 50,- bis S 100,- pro vorgenommenem Abschluss.
  • Devisencourtage: Vergleicht man die Kosten eines Schillingkredites mit den Kosten eines Fremdwährungskredites, muss man auch die Devisencourtage mitberücksichtigen. Diese wird bei Fremdwährungskrediten bei jeder Transaktion verrechnet und beträgt etwa 0,275 % der Transaktionssumme (mindestens jedoch S 50,-). Darüber hinaus werden auch noch Fixspesen in Höhe von S 50,- bis S 100,- verrechnet. Da die Banken bei Fremdwährungskrediten in der Regel weniger Verdienst haben als bei einem Schillingkredit, werden bei einer Fremdwährung meist höhere Bearbeitungsgebühren verrechnet. Bearbeitungsgebühren von unter 2 % sind hier sicherlich die Ausnahme. Auch die Abschlussspesen sind deutlich höher als bei Schillingkrediten. Bei Fremdwährungskrediten sind das etwa S 400,- pro Abschluss.
  • Besicherung des Kredites: Nicht in die Berechnung des Effektivzinssatzes fließen Kosten ein, die für die Besicherung des Kredites entstehen. Diese sind meistens aber nicht unbeträchtlich. So sind für die Eintragung einer Höchstbetragshypothek 1,1% Grundbuchseintragungsgebühr, die Kosten des Notars und eine Bearbeitungsgebühr der Bank von bis zu S 1.000,- zu berücksichtigen.



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